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Sturmhaube

Sturmhaube

»Der Weg ist geebnet. Es kann losgehen«, verkündet Kampens Bürgermeisterin Steffi Böhm. Rückblick: Im Winter 2016/17 schlossen die ehemaligen Sturmhauben-Pächter die Pforten der Sturmhaube. Die Gemeinde begab sich erneut auf Pächtersuche mit dem Wunsch, endlich eine langfristige und erfolgreiche Lösung für das Riesenobjekt zu finden. Die Vision von einer neuen Sturmhaube mit einem Mini-Hotel, Restaurant, Kiosk und einer Mikrobrauerei im Keller ist noch dieselbe wie vor zwei Jahren. »Wir rechnen damit, dass wir in spätestens fünf Monaten mit dem Umbau starten können und im Frühjahr 2021 eröffnen«, berichtet Architekt Henning Lehmann, der die Pläne für die neue Sturmhaube entwickelt hat und Mitglied der neuen Betreibergesellschaft ist. Dazu kommen jetzt der Hamburger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater Dr. W. Höft, Lars Volquardsen vom Sylter Bauunternehmen Edlef Jensen, Tjorben Friedrichsen von der VR Bank Nord in Niebüll und Felix Knochenhauer als Gesellschafter.

Das Obergeschoss wird zu einem kleinen Hotel mit drei Suiten und drei Zimmern umgebaut. Im Erdgeschoss wird es ein Restaurant mit 80 Plätzen, einen Multifunktions-Saal und eine Terrasse mit 120 Plätzen geben. Im ehemaligen Eingangsbereich wird ein Kiosk für das To-go-Geschäft sorgen. Die Küche wir einen »neo-gutbürglich-regionalen« Stil kultivieren, der sich auf moderne Ernährungs-Gewohnheiten einstellt, der besonders köstlich ist, aber bezahlbar. Dazu passt, dass im Unterschoss des Hauses eine Mikrobrauerei untergebracht sein wird. Das Interieur will nicht von dem eigentlichen Protagonisten ablenken, der Heide, den Dünen und dem Meer, aber einen eigenen Sturmhauben-Stil prägen.

»Bei diesem 5-Millionen-Euro-Bauprojekt wird bis auf die Außenmauern der Sturmhaube nicht viel stehen bleiben können«, weiß Henning Lehmann. Die Gründe für die lange Verzögerung bei der Umsetzung der Pläne: Das Objekt befindet sich mitten in einem hochsensiblen Naturschutzgebiet. Jede Veränderung bedarf der Zustimmung enorm vieler Stellen. »Das Gebäude wird vom Grundriss her nicht vergrößert, aber eben zeitgemäß verändert. Als wir zu planen begannen, wurde klar, dass es für dieses Gebiet keinen verwendbaren Flächennutzungsplan und keinen B-Plan gibt«, beschreibt Lehmann die Widrigkeit. Eine solche Planaufstellung ist immer langwierig – besonders in einem Naturschutzgebiet. »Jetzt ist es geschafft. Wir wünschten, es wäre schneller gegangen. Aber wir hatten auf das Tempo keinen Einfluss«, sagt die Bürgermeisterin. Die Kampener Gemeindevertretung konnte Ende November ihr letztes Go zu den Bauplänen geben. Die muss jetzt das Kreisbauamt absegnen. »Wir rechnen noch mit maximal fünf Monaten, bis wir loshauen können«, sagt Lehman. »Wir wollen die Sturmhaube im Frühling 2021 eröffnen, sodass wir genug Zeit haben, dass unser ›Riesengastro-Schiff‹ sich warmlaufen kann.«

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